Ní Gudix – Lost in Translation

Woody Guthrie, «Dies Land ist mein Land». Edition Nautilus, Hamburg 2012. Übersetzt von Hans-Michael Bock.

Ein großes Buch, ein wichtiges Buch, und ein großer Autor, der 2012 hundert Jahre alt geworden wäre. Aus diesem Grund hat die Edition Nautilus Woody Guthries Autobiographie «Bound for Glory», zu deutsch «Dies Land ist mein Land», übersetzt 1977 von Hans-Michael Bock, wieder neu aufgelegt.

Allerdings ohne die Übersetzung wenigstens noch einmal durchgelesen zu haben. Insofern riecht das ganze für mich wieder mal nach «an einem Jubiläum verdienen wollen, aber zu geizig für Lektorat und Überarbeitung sein». Man nimmt das, was schon da ist, macht eine dicke Werbekampagne drumrum, designt ein tolles neues Cover, aber läßt ansonsten alles beim Alten. Auch der Aufbau-Verlag Berlin bevorzugte diese geld- und zeitsparende Methode für seine Fallada-Neuausgabe: einfach das Alte raushauen, wie es ist, mit allen Tipp-, Setz- und Rechtschreibfehlern, die schon vor 50 Jahren in den Büchern drin waren, aber dafür mit einem schönem neuen Einband und viel Werbung. Alter Wein in funkelnden neuen Schläuchen, aber die Schimmelpilze dringelassen. Scheiße mit Gold drumrum.

Wobei natürlich weder die Bücher von Hans Fallada noch das von Woody Guthrie Scheiße sind. Im Gegenteil: es sind große Klassiker, große und wichtige Literatur. Aber wenn man große Literatur von Laien bearbeiten läßt, die mit Literatur nichts anfangen können, dann wird mitunter das ganze Werk verhunzt. Rodin hat seine Statuen schließlich auch nicht von Lehrlingen behauen lassen, denn die hätten mit ihren plumpen Meißeln begeistert alles weggedroschen und nur einen Haufen Abfall übriggelassen.

Und genau das ist es, was Hans-Michael Bock, der Übersetzer, aus Woody Guthries großem Werk macht: Abfall. Eine unlesbare Wortsuppe, so eklig und ungenießbar, daß ich das Buch öfters mit Würgen in der Kehle weglegen mußte. «Dies Land ist mein Land» liest sich, als wäre Woody Guthrie ein beschränkter, vertrottelter Idiot gewesen. Wenn Guthrie so geschrieben hätte, wie er im Deutschen rüberkommt, dann hätte er einen Ghostwriter gebraucht. Denn so hätte ihn niemals irgend jemand gedruckt, und auch als Songwriter hätte er so nichts getaugt. Er hätte zu hören bekommen: Laß die Finger von der Kunst, das ist nichts für dich. Dazu bist du zu plump, zu doof und zu wenig einfühlsam. Und diese Vorwürfe wären absolut gerechtfertigt gewesen.

Aber diese Vorwürfe gehen hier wie gesagt nicht an den Autor, sondern an den Übersetzer. Hans-Michael Bock übersetzt mit Hammer und Heckenschere. Ohne jedes Fingerspitzengefühl marodiert er in Guthries Text herum und verbricht dabei nicht nur jede Menge klassische Übersetzungsfehler, sondern macht auch Guthries poetischen Stil kaputt. Slang zu übersetzen ist eine Kunst, die Bock nicht beherrscht. Slang ist die gesprochene Sprache, und um das schreiben zu können, bedarf es eines guten Ohres und der Fähigkeit, den Menschen aufs Maul zu sehen – aber um es übersetzen zu können, bedarf es dieser Fähigkeiten genauso, denn der fremdsprachige Slang soll ja in der hiesigen Sprache erhalten bleiben. Diese Herausforderung verhaut Bock so gründlich, wie ich es noch nie gesehen habe, und ich habe in meinem Leben wirklich schon genug Schrott gelesen. Aus Guthries amerikanischem und bildhaftem Slang, der alle möglichen dialektalen Feinheiten und Artikulationsunterschiede aufzeichnet, macht er eine plumpe, künstliche, bornierte, mit Ausrufezeichen und verkrüppelter Syntax überladene Sprachmasse, und es ist auch keine gesprochene Sprache mehr, die da rauskommt, sondern einfach eine fehlerhafte, abgehackte, schlecht sitzende Schriftsprache. Nicht mal die billigste Synchronisation zu amerikanischen Soap Operas ist so schlecht wie Bocks Übersetzung; selbst das Deutsch der bildungsfernen Neuköllner Jugendlichen mit ihrem «Ey Alta, isch hau disch Pflegeheim» ist besser als Bocks Deutsch. Ein Hauptfehler ist, daß bei Bock alles gleich klingt: ob es die Hobos auf dem Güterzug sind, die sich unterhalten, die Kinder, die Schwarzen, Woodys Eltern und Geschwister – alle reden sie in derselben hölzernen, künstlichen, unlebendigen und unechten Weise. Leseproben: «Trääääüüümmmm von diiir mit den schööönen blauen Auuugen!» Wer spricht so? Wer redet und artikuliert so? Sicher, es ist hier das betrunkene Gegröhle eines Landstreichers; aber selbst dafür klingt es zu falsch. «Von was Schönm hat der Jung denn geträumt, Musikmann?» Wäre es nicht besser zu sagen: «Was hat der Bengel denn Schönes geträumt, Barde?» Oder, wenn es dialekthaltiger sein soll: «Wat hattn der Lütte Scheenes jeträumt?» Ein anderes Beispiel: „«Dies olle Haus is ganz spukig mit totn Katzn’, jaulte ich auf. ‚Ich mag dies olle Tote-Katzn-Haus nich!» Klingt wie Babysprache, wird aber von Woody im Alter von 12 Jahren geäußert. «Wer sagte stopp! Wer sagte geht? Wer sagte lasst Okemah sterben?» Ärger, denke ich, kann man Poesie nicht verhunzen. «Ich tanzte im ganzen Zimmer herum, sang und schwang meinen Kopf. ‹Joo! Hoo! Hurrah! Wirklich? Für wen? Fürn Staat? Ich mein, es is kein kleiner Paar-Tage-Job? … Ihr beide arbeitet? Mensch, alle Kinder in Okfuskee County werdn wünschn se hättn son Bruder un Vater! Verkauft richtige Nummernschilder? Wuii!›» Und so geht das weiter. Die Wörter, die Bock wählt, sind selten treffend; meist rasen sie kilometerweit am Ziel vorbei und reißen dabei noch einiges andere mit sich in den Abgrund.

Ein poetisches, bildhaftes, authentisches, wortgewaltiges, dennoch feinfühliges und mitfühlendes Buch ist «Bound for Glory» im Original, und Woody Guthrie wird mit Mark Twain und Jack Kerouac verglichen; doch in der Übersetzung liest sich sein Werk wie ein Skript für eine RTL-Reality-Doku, besetzt mit gestörten und minderbemittelten Deppen. «Lost in translation» heißt der Fachausdruck für Bocks Verbrechen: die Größe, die Weite, die Schönheit des Originals gingen verloren in der stümperhaften Ermordung eines Textes; der Mörder ist ein Sprachtrampel, dem man jede Beschäftigung mit Literatur bei Strafe verbieten müßte, denn er hat sie nicht übersetzt, sondern vergewaltigt. Ein mildernder Umstand ist allerdings, daß Bock zum Zeitpunkt des Verbrechens erst 30 Jahre alt war; außerdem fiel das Verbrechen in die Zeit, in der amerikanische Underground-Literatur auf Deutsch gerade hoch im Kommen war und sich jeder Anglistik-Abbrecher mit seinem Schulenglisch-Halbwissen zu jeglicher Übersetzung befähigt fühlte, sofern er nur genügend Haschkekse gefressen und Trips geschmissen hatte. Auch wenn in dieser Hippie-Ursuppe auch wirkliche Genies heranreiften wie z.B. Carl Weissner, so schwammen in ihr doch eine Menge Dilettanten mit, denen jegliche Genialität abging.

Dieser Vorspann zu meiner Rezension war nötig, denn durch die extrem mißglückte Übersetzung fällt es schwer, sich überhaupt auf den Inhalt des Buches zu konzentrieren. Die übersetzerische Dreckkruste ist so dick, daß man den Diamanten, der darunter liegt, nicht ohne weiteres erkennen kann. Mir gelang es während der ganzen Lektüre nicht, mich «einzulesen», so daß mir die Fehler nicht mehr aufgefallen wären. In den besten Momenten läßt der Text einen Hauch der Größe und Qualität des Originals erahnen, der aber sofort wieder vom nächsten verhackstückten Satz und den nächsten stümperhaft gegeneinandergeklatschten Wörtern niedergetrampelt wird.

«Bound for Glory» ist der Vorläufer von Kerouacs «On the Road», wie Bob Dylan auf dem Backcover richtig bemerkt: ein Stück Beat und Freiheit vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Erschienen ist das Buch 1943, als der gerade erst 31 Jahre alte Guthrie schon zur Legende geworden war: ein fahrender Musiker und Sänger, der in den Kneipen des Landes zog und für ein paar Cents sang und spielte. 1932 hatte er seine erste Band gegründet, und sein Ruf verbreitete sich schnell, so daß er bald schon ins Radio kam, eine Zeitungskolumne hatte sowie Aufträge für Filmmusik. Zwischen all diesen Engagements aber führte er nach wie vor das Leben eines Hobos, trampte, sprang auf Güterzüge, übernachtete unter Brücken und spielte mit seiner Gitarre in der Fußgängerzone, um sich ein Mittagessen kaufen zu können.

Von seiner Karriere schreibt Guthrie in seiner Autobiographie wenig, d.h. es geht ihm nicht um die Beschreibung von Karriere, Geld, Connections, sondern er beschreibt lieber einzelne Gigs oder die Güterzugfahrten dazwischen. Die ganze erste Hälfte des Buches ist seiner Kindheit und Jugend in Oklahoma gewidmet, und dies hätte einen ähnlichen Charme wie Frank McCourts «Angela’s Ashes» (wenn Bock nicht alles verbockt hätte), denn Guthrie beschreibt die Schicksalsschläge der Familie nicht aus Sicht des Erwachsenen, sondern aus Sicht des Kindes, das er damals war. Das erste Haus, das abbrennt; das zweite Haus, das von einem Wirbelsturm zerstört wird; die Schwester Clara, die bei einem weiteren Brand so schwere Verbrennungen erleidet, daß sie daran stirbt; die Geisteskrankheit der Mutter, die in die Nervenklinik kommt und 1929 stirbt; die Verarmung des Vaters; die Armut der Gegend – all dies wird so erzählt, wie es das Kind empfand: in Form von Anekdoten, reichlich und präzise bebildert, mit viel wörtlicher Rede dazwischen. Für den, den die Fakten interessieren, gibt es hinten eine Chronologie, aber die Fakten und Jahreszahlen sind ja nicht so wichtig, wichtiger ist, was dem Kind widerfuhr und wie sich das in seine Seele eingrub. So ist es z.B. sehr prägend für den jungen Woody, von seiner Großmutter auf ihre Milchtour mitgenommen zu werden, auf der er auch Einblick erhält in die Lebensumstände der Schwarzen. In einem anderen Kapitel erzählt er, wie er seine Onkel besucht – die kaum älter sind als er – und dort ein alte Katze mit ihren Jungen sieht, und wie dann einer seiner Onkel mit dem Argument, Katzen seien nutzlos, alle acht Katzenbabys kaltblütig ermordet und die Katzenmutter schwer verletzt. Nach der Lektüre dieses Kapitels war ich so fertig, ich mußte das Buch unter Tränen weglegen. Eine ähnlich intensive Schilderung von sinnloser Tierquälerei habe ich noch nie gelesen. Hier kann man gut sehen, wie die Denke begann, die später zum Holocaust führen sollte: wer gewisse Tiere, in diesem Fall Katzen, als «nutzlos» ansieht und daher keinerlei Skrupel hat, sie brutal niederzumetzeln, der hat auch keine Skrupel, Menschen als «nutzlos» zu bezeichnen und sie, seien dies Schwarze, Juden, Arme, Alte oder Arbeitslose, brutal verhungern zu lassen oder zu vergasen. Daß sich Guthrie später vehement auf die Seite der «Nutzlosen» schlug, der Wanderarbeiter, Obdachlosen, Diskriminierten, der geld- und mittellosen Hobos, mag in dieser traumatisierenden und zutiefst verstörenden Katzenmord-Episode, die er im Alter von 5 Jahren miterlebte, seinen Ursprung gehabt haben.

Geboren wird Guthrie 1912 in Okemah, einem Städtchen im Bundesstaat Oklahoma mit heute etwa 3.000 Einwohnern und 23% Indianern. Auch zu Guthries Zeiten war der Anteil der «Native Americans» sowie der Schwarzen hoch, weshalb Guthrie von «allen drei Farben» spricht – Weiße, Schwarze, Rote. Der allgegenwärtige Rassismus muß einem hier absurd vorgekommen sein, wo weiß nur eine Farbe unter anderen Farben ist und wo auch die Weißen in Armut und Elend lebten. 1920 wird in Okemah Öl gefunden, was das Städtchen für ein par Jahre zur Boomtown macht; als die Guthries, die zwischenzeitlich nach Oklahoma City umgezogen sind, 1924 wieder nach Okemah zurückkommen, ist es zur Geisterstadt geworden. Der Boom ist vorbei. Das Öl hat die Natur ruiniert und die Menschen dazu, und die Boomarbeiter, die in die Stadt geströmt waren, um Arbeit zu finden, sind nun wieder aus ihr herausgeströmt – dem nächsten Boom hinterher. Solchen Menschen begegnet Guthrie später immer wieder, auf Güterzügen, auf maroden Autos, unter Brücken und in billigen Absteigen: Männern, Frauen, ganzen Familien, ohne Geld, ohne Heimat, auf der Suche nach Schildern, auf denen «Arbeitskräfte gesucht» steht. In Redding, Kalifornien, hat sich auf diese Weise ein ganzer Slum gebildet mit behelfsmäßig aufgestellten Baracken von Arbeitern, die gekommen waren, weil es geheißen hatte, man benötigte hier Arbeitskräfte für einen Dammbau. Dasselbe Bild etwas später, als es bei Plantagenbesitzern heißt, es würden Helfer zum Aprikosenpflücken gesucht. Zu Tausenden kommen die Menschen an, hoffen, warten, daß man sie einstellen möge, warten auf das Telegramm, das den Beginn der Arbeit ankündigen soll und das nie kommt.

Die Autoren der Beat Generation solidarisierten sich mit der «Unterschicht», lebten auf der Straße, fuhren ohne Geld durchs Land, bettelten, klauten, tranken billigen Fusel, wohnten in kakerlakenverseuchten Hotelzimmern und arbeiteten in schlecht bezahlten Ausbeuter-Jobs. Teilweise romantisierten sie das auch und ebneten so den Weg zu den Hippies und den Beat-Epigonen wie den Social Beatern Anfang der 90er, bei denen es zum coolen Trend wurde, Bier zu trinken, rumzudümpeln, von der Stütze zu leben und schlechte Gedichte zu schreiben. Noch später sollte dann das Privatfernsehen die «Unterschicht» als Kapitalanlage entdecken und einzelne Exemplare davon in Käfigen ausstellen, wo sie von einem Millionenpublikum begafft und mit ein paar tausend Euro, meist auch mit einem Plattenvertrag, honoriert wurden.

Wenn ich mir vorstelle, wenn RTL zu den von Guthrie beschriebenen Saisonarbeitern gekommen wäre mit dem Angebot, eine Reality Doku zu drehen über ihren Barackenslum, bei der jedem Teilnehmer die dicke Schore winkt – ich glaube, die Leute hätten sich angesehen und sich an die Stirn getippt. Wie bitte? Ein Fernsehsender will uns in unserer Armut und unserem Dreck filmen und uns dafür auch noch Geld geben und uns berühmt machen? Viele, vermute ich aber, hätten sich wohl geschämt; aber sie hätten den Deal dann wohl doch angenommen, denn «romantisch» fanden sie ihre Situation mitnichten, sie suchten ja Arbeit, sie mußten Geld verdienen, und vermutlich hätten sie gehofft, mithilfe von RTL aus ihrem Elend herauszukommen.

Doch dazu wäre es nicht gekommen. RTL hätte Castings veranstaltet: wer sieht am meisten so aus, wie „man“ sich einen Asozialen, Abgewrackten, Armen vorstellt? Die so Ausgewählten hätten dann gescriptete Dialoge zum Aufsagen bekommen, und RTL hätte sich auch an ihren Baracken zu schaffen gemacht und sie ebenfalls für die Kamera so hergerichtet, wie «man» sich sowas vorstellt – deutlich sichtbare leere Weinflaschen auf dem Boden, Abfall, Kakerlaken, draußen liegt irgendwo eine tote Maus, sehr gut, holt die mal hier rein und legt sie sichtbar aufs Bett, sooo, immer feste draufzoomen, so was lieben die Zuschauer!

Und am Ende wären die Fernsehfritzen wieder abgefahren, und das Elend wäre geblieben, zementiert, affirmiert, zum «Kult» und zum «Trend» erklärt. Ein paar Scheinchen hätten sie dagelassen, aber was hilft das?

Woody Guthrie hat die Armut und das Elend nicht romantisiert. Seine Autobiographie hat nicht die Botschaft, daß es cool und fun sei, als fahrender Musiker und Hobo durchs Land zu reisen, sondern sie enthält einen Protest, einen wütenden Aufschrei. Wenn Hunderttausende in diesem Land dazu gezwungen werden, schlechte Jobs anzunehmen, in Baracken zu schlafen und sich wie nutzloses Ungeziefer behandeln zu lassen, dann stimmt mit dem Ethos dieses ach so «demokratischen» und «freien» Landes was nicht. Es ist nicht «cool» und «Kult», so zu leben, sondern es ist eine schreiende Ungerechtigkeit und Menschenverachtung!

Zwischen der «Unterschicht» von damals und der «Unterschicht» von heute gibt es gar nicht so viele Unterschiede. Nur in der Art, wie man sie thematisiert, gibt es Unterschiede. Man kann sie respektvoll thematisieren oder sie lächerlich machen, sie vorführen.

Woody Guthrie hat sie respektiert. Er hat sich mit seinem Leben und seiner Gitarre für sie eingesetzt, und er hätte in meinem Beispiel den RTL-Fritzen Einhalt geboten, wenn diese gar zu indiskret und gar zu diskriminierend geworden wären. Vielleicht hätte er auch mitgeholfen, die RTL-Crew in die Flucht zu jagen, ganz nach dem Motto, das auf seiner Gitarre stand: «This Machine Kills Fascists.»

Sein Übersetzer Hans-Michael Bock aber, der steht auf der RTL-Seite. Das ist die Tragödie. Deshalb liest sich Woody Guthries Protest wie cooler Kitsch.
Die Gesellschaftskritik und der Zorn eines Jahrhundertklassikers sind verschüttgegangen in der Übersetzung. Bound for Glory lost in translation.

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